Nasenkorrektur auf Krankenschein?

Ist eine Nasenkorrektur eigentlich auf Krankenschein möglich? Es handelt sich um einen Eingriff, der in erster Linie ästhetische Hintergründe hat. Daher stellt sich die Frage, ob Patienten die Möglichkeit haben, einen Krankenschein zu erhalten.

Gründe für eine Nasenkorrektur

Das Gesicht ist der Bereich, der den ersten Eindruck hinterlässt. Noch bevor mündlich miteinander Kontakt aufgenommen wird, sieht man seinem Gegenüber ins Gesicht. Es ist daher kaum verwunderlich, dass Menschen mit einer Nase, die ästhetisch nicht in das Gesicht zu passen schein, über eine OP nachdenken. Eine zu große oder zu kleine Nase, schief oder kurz – es gibt viele Gründe, warum ein Mensch mit seiner Nase nicht zufrieden ist.

Neben den kosmetischen Ursachen gibt es auch medizinische Gründe, die eine Nasenkorrektur notwendig machen können. In diesem Fall werden die Kosten für die Korrektur übernommen durch die Kassen und die Frage nach dem Krankenschein stellt sich auch meist nicht. Anders sieht es aber aus, wenn es sich um eine reine Schönheitsoperation handelt, die im Grunde aus gesundheitlicher Sicht nicht notwendig wäre.

Kann eine Krankmeldung eingereicht werden?

Tatsächlich ist es kein Problem, eine Nasenkorrektur auf Krankenschein durchführen zu lassen. Die durchschnittliche Anzahl an Krankentagen liegt bei den deutschen Arbeitnehmern jährlich bei 15 Tagen. Warum eine Krankschreibung erfolgt, geht den Vorgesetzten nichts an. Es ist nicht notwendig, dass der Arzt einen Grund auf den Krankenschein schreibt. Wenn der Arbeitgeber jedoch später herausfindet, dass der Krankenschein nicht gerechtfertigt war, kann dies zu Problemen führen. Das ist auch bei einer Nasenkorrektur der Fall.

Wer einen Krankenschein erhält, der kann diesen einreichen. Wenn er dann jedoch zur Arbeit kommt und der Chef die Veränderung sieht, kann dieser der Frage nachgehen, ob die Krankschreibung gerechtfertigt war. Dies ist bei einer Nasenkorrektur jedoch nur dann der Fall, wenn medizinische Gründe vorliegen. Dafür braucht es ein Attest vom Arzt, der bestätigen kann, dass die Korrektur auf Basis von Atemproblemen durchgeführt wurde. War dies beim Eingriff nicht der Fall, kann es zu einer Abmahnung kommen.

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Korrektur ohne Krankenschein – wie geht das?

Doch wie soll ein Arbeitnehmer eine Nasenkorrektur durchführen lassen, wenn er keinen Krankenschein erhält und es sich nicht um einen medizinisch notwendigen Eingriff handelt? Diese Frage kann man ganz einfach beantworten: Urlaub einreichen. Es handelt sich bei einer Nasenkorrektur um eine Schönheitsoperation im Gesicht, die als Privatvergnügen anzusehen ist. Daher ist der Arbeitnehmer dazu verpflichtet, diese während seiner Urlaubszeit durchführen zu lassen. Es ist also notwendig, fristgerechten Urlaub einzureichen und damit sicherzustellen, dass die OP den laufenden Betrieb nicht schädigt.

Zudem ist es grundsätzlich empfehlenswert, mit seinem Vorgesetzten offen über das Thema zu sprechen. Gerade dann, wenn der Eingriff doch eine medizinische Basis hat, kann es sinnvoll sein, vor der Krankschreibung im Betrieb Bescheid zu geben und sogar schon das Attest über den Nachweis einer medizinischen Notwendigkeit einzureichen. Diese offenen Gespräche mit dem Vorgesetzten haben den Vorteil, dass das Vertrauensverhältnis nicht gestört wird und es nicht im Nachhinein zu Problemen kommt, wenn die Notwendigkeit der Operation nachgewiesen werden muss.

Verschiedene Arten der Nasenkorrektur

Es gibt verschiedene Arten der Nasenkorrektur und nicht alle machen es notwendig, dass auch eine Krankschrift erfolgen muss. Hier ist es wichtig, sich mit dem behandelnden Arzt zu besprechen und in diesem Rahmen dann zu entscheiden, wie in Bezug auf eine Krankschreibung zu agieren ist. Die Grundmethode der Nasenkorrektur wird besonders häufig angewendet.

In diesen Fall werden die Knorpelstrukturen sowie die Knochenstrukturen über die Nasenlöcher hinweg korrigiert. Die Schnitte finden im Naseninneren statt. Das ist so gewollt, damit von außen keine Narben zu sehen sind. Nach der OP erfolgt dann eine Stabilisierung durch einen Verband. Dieser ist zwar ästhetisch nicht ansprechend, beeinflusst aber auch das tägliche Leben nicht. Oft reichen schon wenige Tage für die Erholung nach dem Eingriff aus. Es ist gut möglich, dass der Patient zur Beobachtung noch im Krankenhaus bleiben muss.

Wenn ein größerer Eingriff an der Nase vorgenommen werden muss, dann wird zur Rhinoplastik gegriffen.(#01)

Wenn ein größerer Eingriff an der Nase vorgenommen werden muss, dann wird zur Rhinoplastik gegriffen.(#01)

Die OP mit der Rhinoplastik

Wenn ein größerer Eingriff an der Nase vorgenommen werden muss, dann wird zur Rhinoplastik gegriffen. In diesem Fall ist ein Schnitt notwendig, der auf dem Nasensteg sitzt. Die Haut an der Nasenspitze wird gehoben und der Arzt bekommt auf diese Weise einen guten Eindruck über die Situation. Die OP wird dann durch den Chirurgen direkt am Knochen und an dem Knorpel durchgeführt. Meist kommt die Methode zum Einsatz, wenn ein Nasenhöcker korrigiert werden soll.

Teilweise kann es notwendig sein, einen Nasenaufbau zu machen. Das kann durch Implantate oder auch durch Transplantate erfolgen. Gerne nutzen Ärzte für diesen Aufbau auch körpereigenes Material. Aber es besteht auch die Möglichkeit, in diesem Fall auf hochwertigen Kunststoff zurückzugreifen. Wenn eine Nasenfehlform vorliegt, dann kann diese auch eine Verkrümmung der Nasenscheidewand nach sich ziehen. In diesem Fall kann die Atmung beeinträchtigt werden, sodass es keine reine Schönheitsoperation mehr ist und ein Krankenschein ausgestellt werden kann.

Die Nasenkorrektur ohne den Einsatz einer Operation

Gerade kleine Korrekturen können auch ohne eine Operation durchgeführt werden. In diesem Fall wird mit einem Auffüllstoff gearbeitet, der über die Spritze in die Nase injiziert wird. Meist wird dafür Hyaluronsäure verwendet, da diese sofortige Ergebnisse mit sich bringt. Gerade dann, wenn bei der Nase an bestimmten Stellen nicht ausreichend Volumen vorhanden ist, kann dieser Eingriff schon ausreichen. So lassen sich auch Höcker kaschieren.

Der Vorteil dabei ist, dass der Eingriff schnell und einfach durchgeführt werden kann und es keinen Zeitraum braucht, um sich davon zu erholen. Damit wird auch keine Krankschreibung notwendig. Ob dies aber eine Alternative zu einer Nasenkorrektur sein kann, muss in einem Gespräch mit dem Arzt geklärt werden. Dieser kann entscheiden, inwieweit es möglich ist, mit einer Injektion das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

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Die Risiken im Blick behalten

Bei der Planung einer Nasenkorrektur ist es wichtig, dabei auch die Risiken im Blick zu behalten. Gerade im Gespräch mit dem Vorgesetzten und der Planung des Urlaubs sollte mit bedacht werden, dass es gut möglich ist, dass Nachwirkungen auftreten. Ein Puffer in der Planung ist durchaus sinnvoll. Zudem gibt es einige Vorbereitungen, die vor einer Nasenkorrektur notwendig sind.

Die ausführlichen Beratungsgespräche, die mit dem Arzt geführt werden, bilden dabei die Basis. Hier werden auch die Funktionen der Schleimhäute und der Atemwege überprüft. Zudem ist es notwendig, den Arzt über mögliche Allergien zu informieren, damit eine Narkose darauf abgestimmt werden kann. Wenn es sich um eine Korrektur auf medizinischer Basis handelt, dann kann es notwendig werden, sich über einen Arzt dafür eine Bestätigung zu holen. Das ist notwendig, damit die Kosten für die Operation übernommen werden.

Auch psychische Belastungen durch das Aussehen können ein Grund für eine Operation sein. Durch die Bestätigung eines Psychologen kann eine Nasenkorrektur dann ebenfalls eine medizinische Basis haben, was sich auf die Kostenübernahme und die Möglichkeit zur Krankschreibung positiv auswirken kann.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild:Dan Race-#01:LianeM

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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