Max Planck Diät: Auch für Berufstätige und Vegetarier

Wer abnehmen möchte, will meist so schnell wie möglich die schrecklichen Pfunde verlieren, die sich im Laufe der Zeit auf den Hüften, an den Oberschenkeln und irgendwie überall sonst am Körper angelagert haben. Die Max Planck Diät kommt da wie gerufen, verspricht sie doch schnelle Erfolge bei Einhaltung des Diätplans.

Was ist die Max Planck Diät?

Erst einmal verspricht die Max Planck Diät viel: Angeblich sind bis zu neun Kilogramm in nur zwei Wochen drin und der Jojo-Effekt taucht nicht auf. Bis zu drei Jahre lang nimmt der Mensch wohl nicht zu, auch wenn er zu seinen alten Essgewohnheiten zurückkehrt. Das klingt nach einem recht vollmundigen Versprechen und kann wohl kaum eingehalten werden – oder?

Zuerst einmal: Das Max Planck Institut hat mit der Diät nichts zu tun, genau genommen distanziert es sich davon sogar. Woher der Name kommt, weiß niemand so genau. Vielleicht sollte sie einfach seriöser klingen? Die Max Planck Diät dauert 14 Tage lang, was an sich nicht lange ist, doch sehr hart werden wird. Es gibt einen festen Diätplan, der genau vorschreibt, was wann gegessen werden darf und was nicht.

Die gesamte Ernährung ist bei der Max Planck Diät sehr eiweißlastig, es stehen Eier, Fleisch und ein wenig Salat auf dem Speiseplan. Auch Obst und Gemüse sind erlaubt, allerdings nur in sehr engen Maßen. Kohlenhydrate dürfen gar nicht aufgenommen werden, was bedeutet, dass Reis, Nudeln und Kartoffeln schon mal wegfallen. Nur ab und zu ist ein trockenes Brötchen zum Morgen erlaubt – es darf allerdings zu Recht bezweifelt werden, dass davon jemand satt wird.

Alles dreht sich bei der Max Planck Diät darum, möglichst schnell viel abzunehmen.(#01)

Alles dreht sich bei der Max Planck Diät darum, möglichst schnell viel abzunehmen.(#01)

Wie funktioniert die Max Planck Diät?

Alles dreht sich bei der Max Planck Diät darum, möglichst schnell viel abzunehmen. Dabei soll der gesamte Stoffwechsel eine Veränderung erfahren, damit die Gewichtszunahme gleich für die nächsten drei Jahre blockiert ist.

Die Max Planck Diät setzt auf Verzicht: Der Diätplan sieht drei Mahlzeiten am Tag vor, dazwischen darf nichts gegessen werden. Außerdem ist das Frühstück doch eher schmal gehalten. Es besteht meist aus einem schwarzen Kaffee und einem trockenen Brötchen. Nach den ersten Tagen kann auch eine heiße Zitrone getrunken werden, Tee und Möhren mit Zitrone sind ebenfalls erlaubt.

Das Mittagessen klingt da schon ein wenig freundlicher als das Frühstück und sieht Salat, gekochte Eier und Gemüse vor. Auch ein kleines Steak, gedünsteter Fisch und Salat sind möglich. Vielleicht auch ein gegrilltes Hühnchen – mehr aber auch nicht.

Nachdem das Mittagessen schon fast opulent ausgefallen ist, muss beim Abendessen wieder auf die Kalorien geschaut werden. Hier gibt es gekochten Schinken und grünen Salat, einen Naturjoghurt und ein wenig Obst. Eventuell sind auch gekochte Eier mit Möhren erlaubt.
Getrunken werden darf jede Art von Kräutertee, auch Wasser ist natürlich unbegrenzt erlaubt. Damit kann der protestierende Magen ein wenig besänftigt werden, denn angesichts der geringen Mengen an Lebensmitteln dürfte dieser schon bald ziemlich um Bauch rumoren. Alkohol ist übrigens streng tabu!

Die Max Planck Diät verlangt dem Abnehmwilligen einiges ab – Abwechslung kann hier ebenso vergeblich gesucht werden wie eine Menge an Lebensmitteln, die tatsächlich satt macht. Der große Vorteil ist aber, dass diese Diät sehr strukturiert ist. Das heißt, wer die Max Planck Diät anwendet, weiß genau, was er darf und was er nicht darf.

An jedem Tag probiert wieder jemand aus, ob die Max Planck Diät die Erfolge halten kann, die diese Diät verspricht. Wer abnehmen will, ist meist auch bereit, einige Opfer zu bringen, wobei diese bei der Max Planck Diät schon sehr groß sein müssen. (#02)

An jedem Tag probiert wieder jemand aus, ob die Max Planck Diät die Erfolge halten kann, die diese Diät verspricht. Wer abnehmen will, ist meist auch bereit, einige Opfer zu bringen, wobei diese bei der Max Planck Diät schon sehr groß sein müssen. (#02)

Hat schon jemand mit der Max Planck Diät abgenommen?

An jedem Tag probiert wieder jemand aus, ob die Max Planck Diät die Erfolge halten kann, die diese Diät verspricht. Wer abnehmen will, ist meist auch bereit, einige Opfer zu bringen, wobei diese bei der Max Planck Diät schon sehr groß sein müssen. Wer will schon 14 Tage lang jeden Morgen ein trockenes Brötchen knabbern, wenn er nicht gerade ein Hamster oder ein Meerschweinchen ist? Doch Brotaufstriche sind tabu und so mümmeln die Diätwilligen mehr oder weniger munter an ihrem Knusperbrötchen.

Die meisten sehen die Max Planck Diät als große Herausforderung und es gibt durchaus viele Abnehmwillige, die die ganzen zwei Wochen mit dieser Diät durchgehalten haben. Die versprochenen neun Kilogramm sind aber meist noch weit entfernt, die meisten Menschen dümpeln bei vier bis fünf Kilogramm herum. Das wäre an sich ja schon von Vorteil, wenn der Jojo-Effekt nicht vorhanden wäre. Doch angesichts der Einseitigkeit dieser Ernährung und wenn die geringe Kalorienzufuhr berücksichtigt wird, ist klar, dass der Körper nur noch auf Sparflamme kocht und sich später freut, wenn endlich wieder normal gegessen wird.

Wer wird denn da weiter sparen wollen, wenn die Lebensmittel wieder wie gewohnt ankommen? Dann lieber etwas für schlechte Zeiten bunkern, diese kommen bestimmt wieder! So denkt der Körper wahrscheinlich und er hat recht. Wer die Max Planck Diät ausprobiert, wird nach Ende der Diät kaum zufrieden sein und schon bald mit einer neuen Abnehmvariante sein Glück versuchen.

Fazit: Es gibt durchaus Menschen, die mit der Max Planck Diät abgenommen haben. Doch meist haben sie weniger Kilos verloren als gedacht und sogar diese waren rasch wieder auf den Hüften.

 

Auch aus medizinischer Sicht ist die Max Planck Diät mit Vorsicht zu behandeln, denn die Gefahr der Mangelernährung ist hier einfach zu groß. Schwindel, Kopfschmerzen und nicht mehr gut durchblutete und damit ständig kribbelnde Hände und Füße gehören zu den häufigsten Erscheinungsbildern, die die Max Planck Diät mit sich bringt. (#03)

Auch aus medizinischer Sicht ist die Max Planck Diät mit Vorsicht zu behandeln, denn die Gefahr der Mangelernährung ist hier einfach zu groß. Schwindel, Kopfschmerzen und nicht mehr gut durchblutete und damit ständig kribbelnde Hände und Füße gehören zu den häufigsten Erscheinungsbildern, die die Max Planck Diät mit sich bringt. (#03)

Nachteile der Max Planck Diät

Die Max Planck Diät hat den Vorteil, dass sie keiner Vorbereitung bedarf und dass sie einfach durchzuführen ist. Allerdings sind die Nachteile doch um einiges zahlreicher und vor allem gravierender! Wichtige Kritikpunkte sind hier unter anderem:

  • Es werden zu wenig Kohlenhydrate aufgenommen.
  • Die Ernährung ist zu eiweißlastig.
  • Vitamine und Vitalstoffe fehlen größtenteils.
  • Es werden falsche Versprechungen gemacht: Keine Diät ist in der Lage, den Stoffwechsel für die nächsten drei Jahre zu verändern.

Die große Gefahr besteht im Abbau der Muskulatur und im Risiko für das Herz, welches doch ebenfalls ein Muskel ist. Da nur zwischen 400 und 800 Kalorien am Tag aufgenommen werden dürfen, wird der Körper ständig unterversorgt. Das heißt, er reagiert damit, dass er den Energieverbrauch drastisch zurückfährt. Die Energie, die er für die Grundfunktionen aber benötigt, holt er sich aus dem Eiweiß der Muskeln, welche wiederum als „unnötige Verbraucher“ in dem Zuge abgebaut werden. Das schwächt den Körper und macht sich beim Abnehmwilligen in dauerhafter Müdigkeit und fehlender Konzentration bemerkbar. Letzten Endes kann sogar das Herz Probleme machen, wenn der Körper versucht, die fehlende Energie von hier abzuzapfen.

Auch aus medizinischer Sicht ist die Max Planck Diät mit Vorsicht zu behandeln, denn die Gefahr der Mangelernährung ist hier einfach zu groß. Schwindel, Kopfschmerzen und nicht mehr gut durchblutete und damit ständig kribbelnde Hände und Füße gehören zu den häufigsten Erscheinungsbildern, die die Max Planck Diät mit sich bringt.

Wer die Max Planck Diät ausprobieren möchte, sollte zuvor unbedingt seinen Arzt zurate ziehen. Denn wenn bereits Vorerkrankungen oder eine Schwächung des Herzens oder des Kreislaufs bekannt sind, sollte auf die Max Planck Diät unbedingt verzichtet werden. Ansonsten könnte der Diätwillige den Arzt schneller wiedersehen, als ihm lieb ist.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild: sangriana-#01: Picture-Factory -#02:M.studio -#03:Picture-Factory

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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