Italienische Küche: 5 typisch italienische Rezepte

0

Jeder Deutsche hat seinen Lieblingsitaliener. Kaum eine andere Küche ist in Deutschland so beliebt wie die italienische Küche. Dabei sind viele der leckeren Gerichte mit einem guten Rezept auch zuhause relativ leicht nachzumachen.

Denn die italienische Küche begeistert mit wenigen Zutaten und einer hohen Qualität der Produkte. Wer also gutes italienisches Essen genießen möchte, muss nicht unbedingt dafür nach Italien reisen.

Typisch italienische Zutaten

Typisch italienische Zutaten (#01)

Prinzipien der italienischen Küche.

Die wichtigste Eigenschaft der traditionellen italienischen Küche ist ihre Einfachheit. Zahlreiche Gerichte und Rezepte bestehen aus nur wenigen Zutaten. Die italienischen Köche und Köchinnen verlassen sich mehr auf die Qualität der Produkte als auf deren Anzahl und eine aufwendige Zubereitung. Viele Gerichte stammen von der einfachen Küche der Bauern und der weniger reichen Klassen. Deswegen wird die italienische Küche oft auch als Hausmannskost („cucina casalinga“) bezeichnet.

Es werden vermehrt natürlich Zutaten wie Gemüse, Käse, Wein und gepresstes Olivenöl verwendet. Fleisch und Gemüse stehen dabei auf gleicher Ebene. Eine weitere Besonderheit der italienischen Küche ist die Einstellung der Italiener zum Essen. Die meisten Italiener legen viel Wert auf Essen, sprechen darüber und betrachten Essen nicht als Sattmacher. Sie verbringen viel Zeit beim Essen und möchten es genießen. Die italienische Küche hat in den letzten Jahrzehnten den stärksten Einfluss auf die Essgewohnheiten der Welt gehabt. Insbesondere in Mitteleuropa wächst die Begeisterung, weil viele Rezepte auf gesundheitlichen Motiven basieren.

Die Gerichte gelten als fleischarm, fisch-, obst-, und gemüsereich. Vor allem Vegetarier genießen immer häufiger italienische Küche. Italienische Restaurants findet man auch deshalb außerhalb Italiens wie Sand am Meer. Diese Entwicklung hat aber auch dazu geführt, dass aus Rücksicht auf den lokalen Geschmack eine Verfälschung der traditionellen Küche stattgefunden hat. Daher sollte man bei der Wahl seines Lieblingsitalieners darauf achten, dass die italienische Küche möglichst originalgetreu serviert wird.

Chiabatta geht einfach immer, zu jedem Gericht

Chiabatta geht einfach immer, zu jedem Gericht (#02)

Ciabatta-Das Brot der italienischen Küche

Zu einem guten Salat braucht der Italiener ein Stück Ciabatta Brot. Diese Brotsorte erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Das Brot zeichnet sich durch seinen eigentümlichen Geschmack und seinem luftigen Teig aus. Doch mit etwas Geschick und Zeit kann man problemlos sein eigenes Ciabatta genießen, das aus der italienischen Küche kaum weg zu denken ist.

Für 2 Ciabatta-Baguettes à 15 Scheiben benötigt man folgende Zutaten: 15 Gramm frische Hefe, 350 Gramm und eine Brise Mehl (Typ 405), 450 Gramm Mehl (Typ 550), 5 Esslöffel Olivenöl, Salz und 75 entsteinte schwarze Oliven. Zunächst löst man 5 Gramm Hefe in 200 ml lauwarmen Leitungswasser auf. Anschließend 350 Gramm Mehl (Typ 405) in eine Rührschüssel geben und das Hefewasser hinzugießen. Danach wird der Vorteig mit einem Rührmixer auf mittlerer Stufe 2-3 Minuten geschlagen. Der Vorteig muss nun bei Raumtemperatur (ca. 20 Grad) 15-18 Stunden ruhen. Nach der langen Wartezeit nimmt man die restlichen 10 Gramm Hefe und löst sie in 350 ml lauwarmen Wasser auf. 450 Gramm Mehl (Typ 550), Hefewasser, den Vorteig, Öl und 2 Teelöffel Salz mit einem Mixer gute 5 Minuten verrühren. Danach wird der fertige Teig in zwei Hälften geteilt.

Unter einer der beiden Hälften hebt man die grob gehackten Oliven, welche ein typisches Merkmal von italienischer Küche sind. Danach müssen beide Hefeteighälften 1-1,5 Stunden gehen. In der Zwischenzeit legt man die beiden Bleche mit Backpapier aus und verteilt auf der Arbeitsfläche eine Brise Mehl. Nach der Ruhezeit werden die beiden Teigstücke zu einem länglich Brot gerollt. In der Regel muss man den Brotlaib halbieren, damit die Stücke auf das Blech passen. Danach legt man ein Handtuch auf die Ciabatta-Laibe und heizt den Ofen auf 225 Grad, Umluft 200 Grad, vor. Abschließend die Brote mit etwas Mehl bestäuben und nacheinander je 15-20 Minuten backen, abkühlen lassen und danach genießen. Ein tolles Rezept der italienischen Küche, welches hervorragend zu Olivenöl oder einer Brise Salz schmeckt. Doch hauptsächlich wird das Brot zu einem Salat verköstigt.

Wer keine Pizza und Nudelgerichte möchte, für den wäre doch ein Salat genau das Richtige

Wer keine Pizza und Nudelgerichte möchte, für den wäre doch ein Salat genau das Richtige (#03)

Salat- die Vorspeise der italienischen Küche

Ein leckerer Salat als Vorspeise ist in der italienischen Küche ein absolutes Muss. Die wichtigsten Zutaten sind wohl Tomaten und Basilikum, die in keinem echten italienischen Salat fehlen dürfen. Das Rezept ist sehr einfach und doch toppt es jede Salatfertigmischung um Längen.

Folgende Zutaten braucht man für den traditionellen Salat nach den Regeln der italienischen Küche: 500 Gramm Tomaten, 2 rote und gelbe Paprikaschoten, 1 Dose mit 250 Gramm italienische Bohnenkerne, 1 Bund Rucola, 1 Gemüsezwiebel, 2 Töpfe Basilikum, 7 Esslöffel Rotwein Essig, etwas Salz und Pfeffer, 0,5 Teelöffel Zucker, 5 Esslöffel Olivenöl, 300 Gramm Mozzarella-Kugeln, 100 Gramm schwarze Oliven und 100 Gramm Parmaschinken. Als ersten Schritt putzt und wäscht man die Tomaten und schneidet sie in Scheiben. Der Salatteller wird dann mit den Tomatenscheiben ausgelegt. Die Paprikaschoten, den Rucola und die Bohnen im zweiten Schritt waschen und gegebenenfalls in kleine Stücke schneiden.

Für die Salatsoße werden die Zwiebeln geschält und in sehr kleine Würfelchen geschnitten. Auch das Basilikum wird in möglichst kleine Stücke zerhackt. In einer Schüssel werden Essig, Salz, Pfeffer und Zucker miteinander verrührt. Danach die kleinen Zwiebel und Basilikumstückchen in die Schüssel hinzugeben. Abschließend wird Öl unter die Soße geschlagen. Die zuvor geschnittenen Zutaten, die Mozzarella-Kugeln und Oliven vorsichtig mit der Soße vermengen. Anschließend die Zutaten portionsweise mit der Salatsoße auf die Tomatenscheiben geben. Zusammen mit Parmaschinken servieren. Fertig ist der italienische Salat, den man am besten mit einem zuvor selbstgemachten Ciabatta zusammen verköstigt. Eine tolle Vorspeise, die dennoch nicht zu sehr den Magen füllt und Lust auf mehr italienische Küche macht.

Es gibt Niemanden der dieses Gericht nicht kennt

Es gibt Niemanden der dieses Gericht nicht kennt (#04)

Spaghetti Bolognese-Der klassische Hauptgang der italienischen Küche

Neben der Pizza ist Bolognese der Klassiker unter den italienischen Hauptgängen. Sicherlich gibt es auch viele anderen Pastagerichte aus Italien, die ebenso lecker schmecken. Dennoch ist Spaghetti Bolognese das populärste Nudelgericht der italienischen Küche. Besonders wichtig bei diesem Gericht sind die richtigen Nudeln und eine leckere Soße. Bestimmt ist das Gericht auch wegen seiner Einfachheit so populär geworden. Jeder kann es kochen, erst recht mit einem guten Rezept.

Diese Zutaten benötigt man für ein traditionelles Spaghetti Bolognese Rezept nach italienischer Küche: 100 Gramm Möhren, 100 Gramm Stangensellerie, 1 Zwiebel, 100 Gramm geräucherter Speck, 400 Gramm gemischtes Hackfleisch, 2 Esslöffel Tomatenmark, 200 ml trockener Rotwein, 500 Gramm frische Tomaten, 400 Gramm Spaghetti, Salz, Pfeffer, 10 Stiele Thymian, 4 Stiele Basilikum und eine Priese Zucker. Zu Beginn schält, putzt und schneidet man die Möhren, den Sellerie und die Zwiebel. Der Speck wird in kleine Streifen geschnitten und in einer Pfanne ohne Fett knusprig gebraten. Dann gibt man das Hackfleisch dazu und lässt es bei mehrmaligen Wenden 10 Minuten braten. Nach etwa 6 Minuten gibt man die zuvor geschnittenen Gemüsewürfel und das Tomatenmark dazu.

Das Ganze lässt man kurz anrösten, um es danach wie in der italienischen Küche üblich mit Rotwein abzulöschen. Denn Rotwein lässt man bis zur Hälfte einkochen und gibt dann die Tomaten dazu, die mit einem Pfannenwender grob zerkleinert werden. Die Soße erneut ca. 10 Minuten köcheln lassen. Während dieser Zeit die Nudeln in kochendes Salzwasser geben und nach Packungsanweisung zubereiten. Anschließend Thymian und Basilikum waschen und bis auf einige Blätter zum Garnieren klein hacken. Die kleinen Stückchen unterrühren und die Soße mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Zum Schluss 100 ml Nudelwasser abnehmen und unter die Soße mischen. Die fertigen Nudeln abtropfen und mit der Bolognese vermengen. Fertig ist die leckere Spaghetti Bolognese nach italienischer Küche.

Italiensiche Küche ohne leckere Pizza in allen Varianten unmöglich

Italiensiche Küche ohne leckere Pizza in allen Varianten unmöglich (#05)

Pizza-Nicht jede Pizza entspricht der italienischen Küche

Pizza ist nicht gleich Pizza. Die Tiefkühlpizzen von heute haben mit der traditionellen italienischen Pizza quasi nichts mehr gemeinsam. Bei einer klassischen Pizza nach italienischer Küche muss der Teig sehr dünn sein und auch der Belag ist vergleichsweise wenig. Gerade der dünne Teig und die richtige Würzung mit frischen Kräutern machen eine italienische Pizza aus. Das richtige Rezept ist Voraussetzung für eine Pizza nach italienischer Küche.

Folgende Zutaten benötigt man: 1 Knoblauchzehe, 2 mittelgroße Tomaten, 200 Gramm passierte Tomaten, Salz, Pfeffer, Zucker, 50 Gramm Parmesan, 1-2 Esslöffel Olivenöl, 30 Gramm Rucola, 4 Scheiben Parmaschinken, eine Hand voll Oliven und ein sehr flaches Fladenbrot mit ca. 300 Gramm. Am Anfang schält man den Knoblauch und zerhackt die Zehe anschließend. Die Tomaten werden gewaschen und in Stücke geschnitten. Beide Zutaten werden mit den passierten Tomaten verrührt und mit Salz, Pfeffer und Zucker abgeschmeckt. Anschließend verstreicht man die fertige Tomatensoße auf das Fladenbrot und zerreibt den Parmesan darüber. Abschließend beträufelt man das Fladenbrot mit etwas Öl und schiebt es bei vorgeheizten 225 Grad, Umluft 200 Grad, für 7-8 Minuten in den Ofen.

Als letzten Schritt wird der Rucola gewaschen und danach getrocknet und zusammen mit dem Parmaschinken und Oliven auf die fertige Pizza verteilt. Die Pizza nach italienischer Küche kann nun Gästen heiß serviert werden. Ist man nach den beiden Hauptgängen und den Speisen immer noch hungrig wird ein süßer Nachtisch empfohlen. Denn die italienische Küche bietet auch eine große Auswahl an leckeren Nachtischen.

Tiramisu, ich kenn keine leckerere Nachspeiße

Tiramisu, ich kenn keine leckerere Nachspeiße (#06)

Tiramisu-Der süße Abgang der italienischen Küche

Tiramisu zählt zu den bekanntesten italienischen Nachspeisen. Der eigene Charakter von Tiramisu macht den Nachtisch so einzigartig. Denn so richtig süß ist der Geschmack von Tiramisu nicht. Dennoch ist das Tiramisu ein weiterer Beweis für die Einfachheit der italienischen Küche.

Für ein klassisches Tiramisu sind nämlich nur folgende Zutaten notwendig: 3 Eigelb Größe M, 3-4 Esslöffel, 400 Gramm Mascarpone, 16 Löffelbiskuits, 100 ml kalter Espresso, 2-3 Esslöffel Mandellikör, 1,5 Esslöffel Kakaopulver. Zu Beginn das Eigelb und den Zucker mit dem Schneebesen cremig rühren. Die Mascarpone dabei löffelweise dazugeben und ebenfalls glatt rühren. Danach mischt man das Mandellikör mit dem Espresso. Die Biskuits werden halbiert und mit der Flüssigkeit getränkt. Je 4 Biskuits-Hälften ergeben einen Boden. Anschließend gibt man die Creme auf die Biskuits und wiederholt den eben beschriebenen Vorgang. Das Tiramisu muss nun für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank kaltgestellt werden. Am Ende bestäubt man das Tiramisu nach italienischer Küche kurz vor dem Servieren mit etwas Kakao, fertig.

Die vorgestellten Rezepte sind bewusst so ausgewählt, dass man sie auch als Menü direkt nacheinander servieren kann. Alle Rezepte sind gut zum nach machen geeignet. Die Einfachheit der italienischen Küche soll dadurch noch einmal betont werden. Dennoch ist die italienische Küche extrem lecker, wenn man sie nicht durch qualitativ schlechte Produkte oder durch zu viele Zutaten verpfuscht.


Bildnachweis:© Fotolia- Titelbild: SG- design – #01:volff – #02:- margarita28 -#03:gkrphoto-#04: George Dolgikh -#05: exclusive-design-#06: kwasny221

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

Lassen Sie eine Antwort hier