Unreine Haut: Die richtige Hautpflege bei Pickeln

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Unreine Haut entsteht durch ein hormonelles Ungleichgewicht ebenso wie durch Stress oder falsche Ernährung. Doch mit der richtigen Gesichtspflege lassen sich Pickel und Mitesser dauerhaft in den Griff bekommen.

Unreine Haut: Gründe für die Pickel

Unreine Haut zeigt sich vor allem bei Jugendlichen, doch auch Erwachsene haben nicht selten noch mit Pickeln und Mitessern zu kämpfen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und liegen meist in einem hormonellen Ungleichgewicht oder in zu viel Stress. Ebenso vielfältig sind die Möglichkeiten, die Hautunreinheiten zu bekämpfen, wobei die Wahl der richtigen Gesichtspflege eine entscheidende Rolle spielt.

Unterschiede bei unreiner Haut

Als Mitesser werden die kleinen schwarzen Punkte bezeichnet, die sich an der Hautoberfläche abzeichnen. Sie entstehen, wenn die Pore zu viel Fett produziert, denn nun kann der Talg nicht mehr ausreichend durch den Talgdrüsenfollikelkanal abfließen. Ein Stöpsel bildet sich, der den Ausgang des Kanals verstopft. Die typisch dunkle Färbung entsteht durch den eingelagerten Farbstoff Melanin.

Pickel hingegen sind Entzündungen in der Haut, welche sich an der betreffenden Stelle rötet. Bakterien sorgen für eine Infektion, die meist mit Eiterbildung einhergeht. Vor allem diejenigen, die gern ihre Pickel ausdrücken, haben häufig mit besonders großen Exemplaren zu tun, die schlecht heilen. Durch das Ausdrücken werden erst recht Bakterien und andere Erreger in die Pore gedrückt. Sie sorgen für eine weitere Entzündung.

Akne ist meist eine Reaktion der Haut auf männliche Geschlechtshormone. Testosteron fördert die Entstehung der Pickel, die teilweise rot-bläulich wirken und sehr groß und schmerzhaft sein können. Frauen kennen das Akne-Problem vor allem in der Schwangerschaft und in der zweiten Hälfte des Zyklus. Die Talgdrüsen produzieren fleißig Fett, die Ausführungsgänge der Drüsen sind aber verengt. Der Talg staut sich, der Kanal entzündet sich.

Verschiedene Hauttypen reagieren auch unterschiedlich( Foto: Shutterstock-Peakstock )

Verschiedene Hauttypen reagieren auch unterschiedlich( Foto: Shutterstock-Peakstock )

Trockene oder fettige Haut: Verschiedene Hauttypen reagieren unterschiedlich

Mischhaut reagiert meist im Bereich der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) zu Akne, die übrigen Gesichtsbereiche sind feinporig und glatt. Wichtig ist, dass die Gesichtspflege speziell auf diese Haut abgestimmt ist und dass sowohl die trockenen als auch die fettigen Bereiche gut gepflegt werden.

Die Gesichtscreme von M. Asam kann für Mischhaut die Lösung sein, denn sie ist speziell auf die Bedürfnisse dieses Hauttyps angepasst. Die überschüssige Talgproduktion wird reduziert, die trockenen Hautpartien hingegen werden mit Feuchtigkeit versorgt.

Fettige Haut erscheint meist mit großen Poren und zahlreichen Hautunreinheiten. Wichtig ist, dass keine aggressiven Reinigungsprodukte verwendet werden, denn diese könnten die überschüssige Talgproduktion noch weiter ankurbeln. Vielmehr muss diese sanft reguliert werden, gleichzeitig braucht die Haut genügend Feuchtigkeit.

Trockene Haut produziert zu wenig Fett, sie kann sich schuppen und juckt oft. Sie braucht vor allem Feuchtigkeit und ein wenig Fett. Nicht zu viel, ansonsten werden die Poren einfach nur verstopft und Hautunreinheiten können sich bilden.

Für die tägliche Reinigung sollte man Reinigungsmittel verwenden die bestimmten Vorgaben entsprechen  ( Foto: Shutterstock-fizkes )

Für die tägliche Reinigung sollte man Reinigungsmittel verwenden die bestimmten Vorgaben entsprechen ( Foto: Shutterstock-fizkes )

Der Kampf gegen unreine Haut: Pickeln mit der passenden Pflege begegnen

Alles beginnt mit der richtigen Reinigung, denn erst nach dieser ist die Haut auf die folgende Gesichtspflege optimal vorbereitet. Bei Akne-Patienten wird die Haut zum Beispiel mit tensidhaltigen, hydrophilen Mitteln gewaschen, damit überschüssiger Talg, Schmutz sowie verschiedene Erreger weggespült werden können.

Wichtig ist, dass auch Reste vom Make-up entfernt werden. Wichtig: Es darf keine zu starke Entfettung der Haut vorgenommen werden, was meist bei sehr aggressiven Reinigungsmitteln der Fall ist. Diese wäre kontraproduktiv, denn die Haut würde nur dazu angeregt werden, die Produktion von Talg weiter zu intensivieren.

Das ideale Reinigungsprodukt bei unreiner Haut

Unterirdische Pickel, also solche, die scheinbar keine Öffnung nach außen haben und sich dennoch unter der Haut wölben, reagieren ebenso wie die übrige unreine Haut gut auf eine passende Pflege. Diese beginnt mit der Reinigung, die regelmäßig morgens und abends erfolgen sollte.

Wichtig ist, dass das Reinigungsmittel die folgenden Eigenschaften aufweist:

  • Nutzung von sehr milden Tensiden (Syndets)
  • basierend auf hydrophiler Basis
  • geringer Anteil an Lipiden enthalten
  • hautneutraler oder leicht saurer pH-Wert um 5,5
  • kein Alkohol enthalten
  • keine Duft- und Farbstoffe enthalten

Eine Hautreinigung mit Seife ist grundsätzlich nicht zu empfehlen. Sie beinhaltet Alkalisalze, die Fettsäuren freisetzen können. Der alkalische pH-Wert wird mit 9 bis 10 angegeben und ist damit weit von dem empfohlenen sauren Wert entfernt. Die freigesetzten Fettsäuren wirken komedogen, das heißt, sie können Mitesser verursachen. Tenside und seifenfreie Syndets sind die besser Wahl.

Sie entfetten die Haut nicht zu stark und stören damit die natürliche Hautbarriere weniger. Nicht-ionische Tenside sind ideal, kationische Tenside sollten vermieden werden.
Als besonders praktisch erweisen sich bei der Reinigung Gele und Reinigungsschäume, auch Reinigungslotionen sind empfehlenswert. Letztere sind als O/W-Lotionen mit einer rückfettenden Wirkung ausgestattet und vor allem für trockene Haut zu empfehlen. Die Reinigungswirkung ist bei diesen Produkten allerdings etwas reduziert.

Um Akne wegpflegen zu können, ist die Anwendung eines Gesichtswassers nach der Reinigung ratsam. Damit soll der saure pH-Wert der Haut stabilisiert werden, außerdem kann sich die Haut besser regenerieren. Entsprechende Produkte weisen eine desinfizierende Wirkung auf, außerdem helfen zum Beispiel Tonics dabei, die Poren zu verkleinern.

Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautschüppchen und kann ein- bis zweimal in der Woche angewendet werden. Entsprechende Produkte sind im Handel erhältlich und sollten keine zu grobe Körnung aufweisen. Das macht auch selbst hergestellte Peelings oft problematisch, denn sie werden mit Salz- oder Zuckerkristallen angerührt, die wiederum sehr scharfkantig und bei empfindlicher Haut nicht zu empfehlen sind. Auch bei trockener Haut ist ein Peeling nicht die beste Wahl, die Produkte können die Haut noch zusätzlich austrocknen. Wenn ein Peeling angewendet werden soll, dann bitte auf spezielle Produkte für trockene Haut zurückgreifen.

Eine Hautreinigung mit Seife ist grundsätzlich nicht zu empfehlen. Sie beinhaltet Alkalisalze, die Fettsäuren freisetzen können. ( Foto: Shutterstock-Aleksey Kurguzov )

Eine Hautreinigung mit Seife ist grundsätzlich nicht zu empfehlen. Sie beinhaltet Alkalisalze, die Fettsäuren freisetzen können. ( Foto: Shutterstock-Aleksey Kurguzov )

Die richtige Gesichtspflege bei unreiner Haut

Nachdem die unreine Haut nun gründlich gereinigt und von Schmutz, Resten von Make-up und Bakterien befreit ist, kann die Gesichtspflege aufgetragen werden. Die Pflegeprodukte sollen die Haut beruhigen und zu ihrem natürlichen Gleichgewicht finden lassen.

Teilweise lassen sich damit Pickelmale entfernen, wenn die Cremes und Lotionen hautberuhigend wirken und die Neubildung von Zellen anregen. Eine Tagespflege mit einer feuchtigkeitsspendenden Gesichtscreme (mit UV-Schutz) ist angebracht, bei fettiger Haut kann auch zu Hydrogelen gegriffen werden. Denn: Fettige Haut produziert zwar zu viel Fett, doch Feuchtigkeit kann ihr trotzdem fehlen.

Wichtig ist auch bei den Gesichtscremes und -lotionen ein leicht saurer pH-Wert, damit die Hautverträglichkeit gegeben ist. Zudem sollte der Hinweis „nicht-komedogen“ auf der Verpackung zu finden sein. Eine keratolytische Komponente über Salicylsäure oder Glykolsäure hingegen sollte enthalten sein.

Ganz wichtig: Wer Pickel entfernen möchte, sollte diese keinesfalls ausdrücken. Das würde zu neuen Entzündungen und einer Verschlimmerung des Hautbildes führen. Außerdem ist Vorsicht mit Make-up geboten: Der Pinsel, mit dem das Make-up aufgetragen wird, kann zur Brutstätte für Keime werden, die von den bereits bestehenden Pickeln aufgenommen werden. Über den Pinsel werden diese weiter verteilt, noch mehr Pickel können entstehen.

Pickel sollten keinesfalls ausgedrückt werden, sie können sich dann entzünden und es kann sogar zur Narbenbildung kommen. ( Foto: Shutterstock-fizkes )

Pickel sollten keinesfalls ausgedrückt werden, sie können sich dann entzünden und es kann sogar zur Narbenbildung kommen. ( Foto: Shutterstock-fizkes )

Häufige Fragen: FAQs zu Pickeln und unreiner Haut

Warum entstehen Pickel unter medizinischen Masken?

Pickel entstehen unter medizinischen Masken aufgrund der sich stauenden Feuchtigkeit. Diese weicht die Haut auf, es kommt zur sogenannten perioralen Dermatitis. Die Ursache für die Pickelbildung ist eine überschießende Reaktion der Haut auf den Mangel an Luft sowie auf die sich stauende Feuchtigkeit.

Pickel ausdrücken oder nur pflegen?

Pickel sollten keinesfalls ausgedrückt werden, sie können sich dann entzünden und es kann sogar zur Narbenbildung kommen. Sie sollten immer nur mit der passenden Gesichtspflege gepflegt werden, damit sie eintrocknen und von selbst verschwinden.

Kann meine Gesichtspflege Pickel verursachen?

Auch eine Gesichtspflege kann Pickel verursachen, wenn diese beispielsweise nicht zum Hauttyp passt. Eine Creme für fettige Haut bei eigentlich trockener Haut trocknet zu stark aus. Die Haut wird dazu angeregt, mehr Fett zu bilden, die Poren werden damit verstopft. Auch eine allergische Reaktion auf einen Bestandteil in der Gesichtspflege kann zu Pickeln und unreiner Haut führen.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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