Hochzeitskleider wie bei Kate Middleton?

Wenn in den letzten Jahren eine Person des öffentlichen Interesses für den weiteren Modegeschmack wegweisend war, dann war dies Kate Middleton, die mit ihrem Brautkleid die Hochzeitskleider der kommenden Jahre prägen sollte. Schon kurz nach ihrer Trauung waren Kopien des Kleides im Handel erhältlich – diese natürlich zu einem weitaus günstigeren Preis als das Original – und bereits wenige Tage danach ausverkauft.

Hochzeitskleider wie das von Kate Middleton

Möchte die Braut bei der Hochzeit wie Princess Kate Middleton aussehen, so ist das zumindest kleidertechnisch durchaus möglich. Denn ihr Hochzeitskleid wurde von diversen Designern kopiert und in den Handel gebracht. Allerdings ist natürlich kein Kleid so wie das Original, gewisse Abweichungen im Design und in der Wahl des Stoffes gibt es immer. Doch was machte das Hochzeitskleid nun so besonders?

Der Entwurf des Kleides stammt von Sarah Burton, ihres Zeichens nach britische Modedesignerin und im Hause Alexander McQueen tätig. Dort ist Burton als Creative Director angestellt. Der Entwurf wurde geheim gehalten – die Welt konnte erst einen Blick auf das Brautkleid werfen, als die britische Braut aus dem Auto stieg und in Richtung Westminster Abbey ging. Die Medien zeigten ein reges Interesse an dem Kleidungsstück, denn die britische Königsfamilie ist mit ihren Kleidern schon immer richtungsweisend für die westliche Mode gewesen.

 

Doch wie sah das Kleid nun aus? Es bestand aus einem bodenlangen Kleiderteil, der in einem weiten Rock endete. Das Oberteil war eng anliegend und als Corsage gemacht, das Hochzeitskleid war trägerlos. (#01)

Doch wie sah das Kleid nun aus? Es bestand aus einem bodenlangen Kleiderteil, der in einem weiten Rock endete. Das Oberteil war eng anliegend und als Corsage gemacht, das Hochzeitskleid war trägerlos. (#01)

Das Kleid war nun also wegweisend für die Welt der Hochzeitskleider, die danach gefertigt wurden: Es war den 1950er Jahren nachempfunden und wies gewisse stilistische Aspekte aus dieser Zeit auf. Vom 23. Juli bis zum 3. Oktober 2011 wurde es in eine Ausstellung des Buckingham Palace aufgenommen, was wiederum einen riesigen Besucheransturm auslöste. Hier wurden zudem Spenden gesammelt, die einer wohltätigen Stiftung zugutekommen sollen – acht Millionen Pfund konnten von den Besuchern gesammelt werden.

Doch wie sah das Kleid nun aus? Es bestand aus einem bodenlangen Kleiderteil, der in einem weiten Rock endete. Das Oberteil war eng anliegend und als Corsage gemacht, das Hochzeitskleid war trägerlos. Der Herzausschnitt zierte die Corsage ganz besonders, dazu war alles aus Satin gefertigt und mit Spitze besetzt. Über der Corsage befand sich ein Oberteil, das mit dem Rock verbunden war und Applikationen aus Spitze aufwies. Das Oberteil war langärmelig. Das Brautkleid selbst konnte am Rücken mit 58 Knöpfen geschlossen werden. Von der Taille aus begann die Schleppe, die ebenfalls aus Satin gefertigt und mit Spitze besetzt war. Auch der Schleier folgte diesem Stil und war aus dünnem Spitzenstoff hergestellt.

Die Schleppe war sehr lang und kam auf 2,70 Meter. Wichtig war der Designerin, dass alle Farben gleich waren, das heißt, dass die Farben für die Blumen auf Mieder, Unterrock und Rock einheitlich und ohne Abweichungen gestaltet sein sollten. Die Anfertigung des Kleides wurde in Handarbeit vorgenommen.

Video:Prinz William & Kate Middleton – das royale Brautkleid (Regio TV Schwaben)

Hochzeitskleider in Kopie

Derartige Hochzeitskleider wie das von Kate Middleton sind wegweisend für die gesamte Branche. Nachdem Kate Middleton als zauberhafte Princess aufgetreten ist, möchten natürlich auch viele andere Frauen so heiraten, wobei nicht wenige von ihnen ohnehin schon immer den Wunsch hatten, bei der eigenen Hochzeit endlich einmal wie eine Prinzessin oder wenigstens wie eine Meerjungfrau zu erscheinen: Edel und elegant, stilvoll und modisch, in opulenter Robe mit langer Schleppe. Die in der Folgezeit entstehenden Hochzeitskleider wurden dem Viktorianischen Stil nachempfunden, der ebenfalls für Middletons Kleid Pate stand.

Im Kern werden diese Kleidungsstücke dadurch ausgemacht, dass sie in der Hüfte leicht gepolstert sind, die Taille dagegen eng geschnürt wird. Auch wenn eine derart enge Corsage, die den Körper zu der gewünschten Figur zwingt, nicht jedermanns Sache ist, so sind viele Hochzeitskleider anderer Designer doch zumindest ähnlich gestaltet. Das Modell „Meerjungfrau mit Herzausschnitt“ setzt sich dabei immer mehr durch und verdrängt teilweise sogar die Linie, bei der „Duchesse“ und „A“ die wichtigsten Schlüsselwörter waren.

Nun steht es der modernen Braut frei, ob sie sich für eine komplette Kopie des Kleides von Kate entscheiden möchte oder ob nicht doch eine Variante, die zumindest in einigen Details leicht abweichend ist, die bessere Wahl sein dürfte. Denn welche Braut will schon genauso aussehen wie eine andere? Selbst wenn diese andere Braut Princess Middleton war, so will doch jede Frau, die heiratet, einzigartig sein und das auch mit ihrem Brautkleid darstellen. Designer und Modehäuser, die die Corsage mit Herzausschnitt, Hochzeitskleid mit Schleppe und den Stil der Meerjungfrau aufgegriffen haben, sind Pronovias, Romona Keveza und Priscilla of Boston.

 

Kreieren Sie eigene Neuheiten, spielen Sie mit Farben und Schmuck. Natürlich können Sie sich vom Kleid der britischen Prinzessin Kate inspirieren lassen, doch in Zusammenarbeit mit einem Brautmodegeschäft bzw. einem Designer ist es möglich, individuelle Neuheiten unter den Hochzeitskleidern zu entwerfen, die lediglich eine Anlehnung an das britische Original darstellen. (#02)

Kreieren Sie eigene Neuheiten, spielen Sie mit Farben und Schmuck. Natürlich können Sie sich vom Kleid der britischen Prinzessin Kate inspirieren lassen, doch in Zusammenarbeit mit einem Brautmodegeschäft bzw. einem Designer ist es möglich, individuelle Neuheiten unter den Hochzeitskleidern zu entwerfen, die lediglich eine Anlehnung an das britische Original darstellen. (#02)

Welches Kleid passt zu mir?

Es ist allerdings ein Unterschied, ob einer Frau ein Hochzeitskleid gefällt oder ob sie es wirklich auch tragen kann. Denn der eine Aspekt muss den anderen nicht zwangsläufig nach sich ziehen und so kann es sein, dass einige Hochzeitskleider zwar theoretisch hübsch aussehen, an der Braut jedoch rein gar nicht kleidsam sind. Sie sollten daher wissen, welche Linie zu Ihnen passt: Meerjungfrau oder Prinzessin? A-Linie? Kurze oder lange Brautkleider? Tiefer Ausschnitt oder hochgeschlossen? Es müssen auch nicht immer die Neuheiten sein, die für die eigene Hochzeit in Erwägung gezogen werden. Teilweise sind ältere Hochzeitskleider die deutlich bessere Wahl bzw. Modelle aus früheren Modeepochen.

Auch bei den Farben sind Sie natürlich nicht gebunden – es muss kein klassisches Weiß sein. Brautkleider sind so verschieden wie die Bräute und Hochzeiten selbst, jeder hat also die Chance, sein persönliches Modell zu finden. Wer will da schon eines, das nur eine Kopie eines anderen Kleides darstellt? Und dennoch können Brautkleider, die wie das der britischen Prinzessin aussehen, sehr individuell sein. Ergänzen Sie derartige Hochzeitskleider mit individuellen Accessoires, setzen Sie auf einen anderen Ausschnitt oder eine neue Linie. Sie haben die Möglichkeit, durch kleine Änderungen ein eigenes Hochzeitskleid zu bekommen, das in dieser Form niemand vor Ihnen hatte.

Kreieren Sie eigene Neuheiten, spielen Sie mit Farben und Schmuck. Natürlich können Sie sich vom Kleid der britischen Prinzessin Kate inspirieren lassen, doch in Zusammenarbeit mit einem Brautmodegeschäft bzw. einem Designer ist es möglich, individuelle Neuheiten unter den Hochzeitskleidern zu entwerfen, die lediglich eine Anlehnung an das britische Original darstellen.

Nicht zuletzt ist es wichtig, dass trotz aller Verbundenheit von Tradition und Neuheiten derartige Kleidermodelle zu ihrer Trägerin passen. Ausschnitt, Kleid- bzw. Rocklänge, Stoffwahl und Accessoires können nur dann eine Prinzessin aus der Braut machen, wenn mit den vorhandenen Materialien und Möglichkeiten geschickt gespielt wird und diese exakt angepasst werden. Schon kleine Änderungen durch Perlen, Spitzenborten oder eine andere Stoffwahl können hierbei entscheidend sein.


Bildnachweis;©Fotolia-Titelbild:Hetizia -#01: AndiPu-#02: Daniel Mock

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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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